Frau Hoffmann, die Seniorenassistenz-Wandsbek wird, in diesen Tagen 5 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch. Wenn Sie einmal zurückblicken, was hat Sie am meisten in dieser Zeit beeindruckt?
Es gibt viele Momente, die ich erwähnen könnte. Am meisten beeindruckt mich das Vertrauen der Senioren und Angehörigen. Wobei sich das Vertrauen zwischen allen beteiligen langsam entwickelt.

Seniorenbetreuungen gibt es viele, was machen Sie anders?
Ich biete eine Kompetente, verlässliche Alltagsbegleitung an, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Die Achtung vor dem Menschen spielt dabei eine große Rolle.

Worauf freuen Sie sich besonders, wenn Sie zu ihren Senioren kommen?
Mir gibt es sehr viel Kraft, wenn die Senioren sich auf meinen Besuch freuen. Dabei spielt es keine Rolle, aus welchem Anlass ich komme.

Das Wort Assistenz hört sich eher nach Bürotätigkeiten als nach Helfen an. Warum haben Sie diesen Ausdruck gewählt?
Für Vorgesetzte ist eine Assistenz selbstverständlich, warum nicht auch für Senioren? Sie führen ein eigenständiges Leben und werden von der Assistenz begleitet, unterstützt, wo es erforderlich ist. Die Büroassistentin kennt die Anforderungen vom Vorgesetzten, ich kenne die individuellen Wünsche der Senioren und stelle mich auf diese ein.

Welchen Nutzen haben die Senioren von ihrer Tätigkeit?
Wir gehen individuell auf die Senioren und ihre Bedürfnisse ein. Die Senioren haben einen verlässlichen Ansprechpartner, der nur im Krankheitsfall oder bei Urlaub vertreten wird. Gemeinsam werden Lösungen für anstehende Aufgaben gesucht, dadurch wird das komplizierte Leben weiterhin gemeistert. Die meisten Senioren möchten solange wie möglich in den eigenen vier Wänden leben und dabei unterstützen wir sie. Meine Tätigkeit kann eine alternative zum Pflegeheim sein.

Das Ganze ist sicherlich nicht umsonst. Muss man bei ihnen einen Vertrag abschließen?
Wie jede andere Dienstleistung muss auch unsere bezahlt werden. Sie müssen sich aber nicht Vertraglich binden. Lediglich abgesprochene Termine sind selbstverständlich einzuhalten.

Wie sehen Sie das Verhältnis zwischen Ihnen und den Angehörigen der Senioren?
Für mich persönlich ist der Kontakt zu den Angehörigen wichtig, denn alle Beteiligten sollten die begleitende Assistenz wollen und unterstützen. In der heutigen Zeit ist es zum Glück kein Problem, auch über große Entfernungen, Gespräche zu führen.
Neben der Familie sind Freunde und Nachbarn wichtige Kontaktpersonen. Soweit diese noch vorhanden sind, versuche ich sie mit einzubeziehen.

Wenn Sie sich etwas für die Zukunft wünschen dürften, was wäre das?
Eine stärkere gesellschaftliche Anerkennung der Tätigkeit von kompetenten Seniorenassistenten wünsche ich mir. Für mich stellt sich immer wieder die Frage, warum wird die Unterstützung von Senioren häufig auf hauswirtschaftliche und pflegerische Tätigkeiten beschränkt. Genauso wichtig sind das soziale Umfeld und die Organisation des Alltages in seiner gesamten Palette.

Vielen Dank für das Gespräch und alles Gute für die Zukunft bei ihrer Arbeit!

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